Was ist Selbstfürsorge

Was ist Selbstfürsorge?

Was ist Selbstfürsorge?

Das ist tatsächlich eine gar nicht so leichte Frage, die man beantworten kann. Denn wenn man mal im Internet schaut in der Suchmaschine seiner Wahl, findet man keine wirkliche Definition. Ich finde es bezeichnend, dass es z.B. bei Wikipedia keinen Eintrag gibt und auch sonst in keinem Psychologie-Lexikon o.ä. eine Definition zum Thema Selbstfürsorge steht. Das hat mich doch sehr erstaunt bei meiner Recherche, weil ich dachte, dass das ein durchaus bekannter Begriff ist, der auch in irgendeiner Form definiert ist.

 

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Was ich gefunden habe ist, dass der Begriff Selbstfürsorge oft in Verbindung mit Achtsamkeit verwendet wird. Manchmal auch synonym dazu, was für mich aber nicht richtig passt. Achtsamkeit ist für mich ein Teil der Selbstfürsorge bzw. ein wichtiger Baustein. Aber es ist für mich kein Synonym. Das kann man jetzt wahrscheinlich diskutieren, aber für mich sind Achtsamkeit und Selbstfürsorge zwei unterschiedliche Dinge eines ähnlichen Konzepts, aber eben nicht genau das Gleiche.

Was ich sonst gefunden habe, waren ein paar Blogbeiträge, in denen es Tipps zu mehr Selbstfürsorge gab. Ganz oft wurden die Grundbedürfnisse genannt, die man aus der Maslowschen Pyramide kennt.  Für mich setzt Selbstfürsorge in diesem Bereich an. Es ist für mich aber nicht rein auf die Grundbedürfnisse festgelegt, sondern geht weit darüber hinaus.

 

Wie Andere Selbstfürsorge für sich definieren

Was bedeutet also Selbstfürsorge, wenn es keine allgemein gültige Definition gibt? Ich habe einfach mal in einer Facebook-Gruppe und auch auf Instagram letztens gefragt: “Was ist Selbstfürsorge für dich?” und habe ein paar richtig tolle Antworten bekommen, von denen ich dir ein paar vorstellen möchte, die ich sehr gut und treffend fand.

“Sich nicht selbst ausbeuten in Form von Überarbeitung, negativem Input jeglicher Art und ausreichend Me-Time einplanen. Nein sagen können, Prioritäten setzen, Mentalhygiene und auf eine optimale Versorgung des Körpers achten.” 

“Zeit zur Reflexion. Zeit zur Positionierung. Zeit zur Unternehmensentwicklung. Zeit für Kunden. Zeit fürs Wachstum. Also: Zeit en général.”

“Immer wieder in sich hineinspüren, wie es mir wirklich gerade geht. Statt sich treiben zu lassen vom Außen, das wir uns als Unternehmer ja selbst geschaffen haben, daher ist das für uns noch schwieriger, sich davon zu distanzieren. Und wenn ich durch das Hineinspüren merke, ich brauche jetzt etwas anderes als das, was auf dem Zeitplan steht – dem so weit es geht nachgeben. Also, auch ich sag: Eher nach innen schauen.”

“Für mich gehört zur Selbstfürsorge auch der liebevolle Blick auf mich selbst: Mir selbst Fehler verzeihen, mir selbst etwas Gutes tun, mich selbst erfreuen, selbst dafür sorgen, dass es mir gut geht. Kurz: Mich so behandeln, wie ich jemanden behandle, den ich richtig lieb habe.”

“Mich selbst als wichtigste Mitarbeiterin in meinem Unternehmen erkennen – und entsprechend mit mir umgehen. Also: dafür sorgen, dass es mir gut geht.”

“Gut zu mir schauen im persönlichen Bereich, Auszeiten, etc. und auch wie ich für mich sorgen kann.”

“Selbstfürsorge bedeutet für mich, Sorge dafür zu tragen, dass ich alles habe, um mich wohlzufühlen. Mir bewusst zu machen, was mir gut tut und was ich brauche. Achtsam zu sein, wenn es zu viel wird – körperlich, mental und seelisch. Vorsorge zu betreiben, in Form von ausreichend Schlaf, gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung. Arbeitsinhalte zu haben, die mich herausfordern ohne mich zu überfordern. Deep Work Zeitfenster einzuplanen. Nicht nur im Unternehmen zu arbeiten, sondern auch am Unternehmen. Regelmäßige Auszeiten zu machen. Jeden Tag Zeit für die Liebe einzuplanen, also für Partner, Kinder, Familie, Freunde. Die tägliche Meditation. Mein Passion Project. Persönlich zu wachsen.” 

“Den Mut und das Recht zu haben, nein zu sagen, wenn etwas für mich nicht stimmig ist, ohne mich zu rechtfertigen.”

“Immer wieder in mich hineinhorchen, wie es mir geht, achtsam mit mir sein und mir Zeit für mich nehmen. Auch wenn ich denke “ich muss, ich muss, ich muss” mal dem Impuls nachzugeben, nichts tun, in der Sonne zu sitzen und einfach zu sein. Gesundes Essen, Bewegung und genug Schlaf gehören auch dazu. Und ab und zu eine kleine Auszeit kann auch nicht schaden.”

“Merken, wann es zu viel ist und ein paar Tage offline braucht. Entspannung finden trotz hundert Projekten, auch wenn mit Leidenschaft mal komplett abschalten.”

 

Das waren ein paar Aussagen oder Kommentare, die ich bekommen habe und ich finde, da steckt viel drin. Auch hier wurden die Grundbedürfnisse immer wieder genannt, aber auch viel die Aspekte “Zeit für mich”, “Zeit für Dinge, die mir wichtig sind und die ich gerne mache”, “Zeit für Entspannung”, “Auszeiten” und auch “Spüren, was ich gerade brauche”. Das deckt sich auch zum größten Teil mit den Themen, mit denen ich mir hier bei “Mehr OM im Online-Business” befassen werde (s.u.).

 

Was ist Selbstfürsorge für MICH?

Oder wie würde ich es definieren? Ich habe mich mal versucht an einer kleinen Definition, die ein bisschen das vereint, was ich in den einzelnen Kommentaren gefunden habe.

Für mich ist Selbstfürsorge: Sich wichtig nehmen und die Fähigkeit, zu spüren, was ich gerade brauche und dies auch umzusetzen. Und zwar am besten antizipierend und präventiv statt nur kurativ.

Was ich damit sagen möchte: Mich wichtig nehmen ist die Basis. Aber auch die Fähigkeit zu spüren, was mir gut tut, und es dann wirklich umzusetzen, gehören dazu. Nicht nur zu wissen “Ich müsste jetzt, damit es mir besser geht, einen Spaziergang machen.”, aber dann doch am Schreibtisch hocken bleiben, sondern es auch wirklich zu tun, also diesem Impuls zu folgen. Und das Ganze am besten vorgreifend, bevor ich in eine Phase komme, in der es mir schlecht geht und ich mich ganz dringend um mich kümmern muss und gut für mich selber sorgen sollte.

Für mich ist das etwas, was man mit der Zeit lernt, wenn man sich mit Selbstfürsorge beschäftigt oder einfach das Bedürfnis hat, besser für sich selbst zu sorgen. Dass man z.B. weiß “Ich bin brauche so viele Auszeiten pro Tag, im Jahr,…” und das auch entsprechend einplant. Dass man nicht erst z.B. Auszeiten einplant, wenn es schon zu spät ist, also wenn man an einem Punkt angekommen ist, an dem es einem schon fast oder auch tatsächlich zu viel geworden ist. Also: Vorbeugung statt Schadensbegrenzung – das ist mit präventiv statt kurativ gemeint!

 

Welche Themen zur Selbstfürsorge gibt es bei “Mehr OM im Online-Business?”

Ich habe ja eben schon geschrieben, dass das Thema Grundbedürfnisse im Bereich Selbstfürsorge sehr wichtig ist. Es ist aber etwas, womit ich mich persönlich im Rahmen von “Mehr OM im Online-Business” nicht befassen werde. Bei mir wird es nicht darum gehen, dass du z.B. Tipps bekommst, wie du besser oder mehr schläfst. Oder ich werde keine Ernährungstipps geben, denn dafür gibt es andere Leute. Dafür wirst du bei mir zukünftig Tipps, Inspirationen und meine eigenen Gedanken zu diesen Themenbereichen bekommen:

Auszeiten

Für mich ist das Thema Auszeiten das zentrale Thema bei “Mehr OM im Online-Business”. Ich bin der Meinung, jeder Mensch braucht Auszeiten, egal in welcher Form. Und jeder Mensch findet auch seine Art der Auszeit. Aber man sollte sie auch entsprechend planen und überhaupt auf dem Schirm haben. Darum geht es mir: Dass du lernst, was für Auszeiten du brauchst und dass du sie entsprechend einplanst.

Entspannung und Achtsamkeit

Ich bin ja auch Yogalehrerin und ich praktiziere Yoga, so dass auch Yoga, Entspannung und Achtsamkeit ihren Platz hier finden werden. Achtsamkeit entwickelt man irgendwann automatisch, wenn man eine Entspannungstechnik regelmäßig anwendet. Man lernt, seinen Körper besser zu spüren, seine Empfindungen besser wahrzunehmen und dann auch mehr auf sich zu hören. Man lernt sich selber einfach besser kennen. Das hilft sehr! Deswegen wird auch das beim Thema Selbstfürsorge bei mir immer eine Rolle spielen.

Kreativität

Wir als Unternehmer brauchen viel Kreativität, um unser Business weiterzuentwickeln. Aber manchmal ist es einfach so, dass die Kreativität nicht fließt und da ist eben die Frage: Wie kann man die Kreativität vielleicht wieder anstupsen oder sie auch bewahren? Eine kreative Quelle, die ich immer wieder anzapfen kann – wie kann ich das schaffen?

Energie halten und bekommen

Wenn wir wenig Energie haben, fragen wir uns: “Wie kriege ich neue?” Aber auch: “Wie kann ich meine Energie halten?” Das ist eine Frage, die immer wieder auf die Agenda kommen wird hier bei “Mehr OM im Online-Business” und auf die ich immer wieder eingehen werde.

Der eigene Rhythmus

Ein weiteres ganz wichtiges Thema ist für mich, im eigenen Rhythmus zu arbeiten. Auch das hat für mich was zu tun mit Selbstkenntnis, dass ich weiß, was für einen Rhythmus ich habe. Und: Was tut mir gut? Wie arbeite ich am besten? – und das entsprechend auch umzusetzen.

Struktur

Ich bin selber ein sehr strukturierter Mensch und das fällt mir immer wieder auf oder wird mir auch immer wieder gespiegelt; “Du bist so strukturiert. Du kannst das auch anderen Leuten vermitteln.” Deswegen ist das auch ein wichtiges Thema für “Mehr OM”. Und dazu zählt für mich vor allem das Thema Tages-, Wochen- und Jahresplanung. Damit meine ich nicht die klassische Business-Planung mit Umsatz oder so. Sondern eher in Bezug auf das Thema Auszeiten und Selbstfürsorge, dass ich genau schaue: Wie muss mein Tag gestaltet sein, dass ich gut arbeiten kann und wo findet meine Selbstfürsorge darin Platz? Das Ziel ist es dabei, eine Struktur zu erschaffen, die für einen funktioniert und mit der man sich gut fühlt.

Dazu zählen für mich auch, wohltuende Routinen zu entwickeln, die zu einem selbst passen. Wenn ich z.B. die Routine habe, jeden Morgen eine Viertelstunde Yoga zu machen, dann mache ich das ein paar Wochen und danach ist das so zu einer Routine geworden, dass ich das überhaupt nicht mehr in Zweifel stelle. Insofern wird das auch hier Beachtung finden und immer wieder zum Thema werden.

Glaubenssätze und Erlaubnisse

Wenn es darum geht, sich zu nehmen, was einem gut tut, stehen uns oft bestimmte Glaubenssätze im Weg. Wir erlauben es uns oft einfach nicht, uns z.B. eine Auszeit zu nehmen, weil wir bestimmte Bilder im Kopf haben, die uns das verbieten. Diese Glaubenssätze bzw. das, was uns daran hindert, gut für uns zu sorgen, werde ich hier auch immer wieder thematisieren und dir Tipps und Impulse dazu geben.

 

Abschließend kann ich sagen: Es gibt wahrscheinlich aus gutem Grund keine allgemein gültige Definition von Selbstfürsorge, weil das Thema doch recht komplex und umfangreich ist und erscheint. Aber ich habe nun eine Definition gefunden, die für mich stimmig ist und die auch gut zu den Themen passt, die ich hier bei “Mehr OM im Online-Business” ansprechen möchte. Insofern freue ich mich sehr, diese ganzen Themen nun nach und nach anzugehen und hier auf meinem Blog, auf meinem YouTube-Kanal, auf meiner Facebook-Seite und in meinem Podcast zu veröffentlichen.

 

Jetzt interessiert mich noch, wie du Selbstfürsorge definierst bzw. was Selbstfürsorge für dich bedeutet. Schreibe mir einen Kommentar hier auf dem Blog und ich werde dir garantiert antworten! 🙂

 

Bis zum nächsten Mal! Und immer schön OM! 🙂

Deine Claire

 

 

 

Kommentare

  1. Pingback: Die 5+1 Stufen der Selbstfürsorge - Mehr OM im Online-Business

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