Warum das Streben nach Produktivität Bullshit ist - und was im Gegenzug viel wichtiger ist

Warum das Streben nach Produktivität Blödsinn ist – und was stattdessen viel wichtiger ist

Produktivität, Zeitmanagement, Selbstmanagement, … Diese und andere Begriffe sind seit Jahren omnipräsent und es gibt artikelweise Tipps, Tricks und Best Practices, um in diesen Bereichen immer besser und effektiver zu werden.

Da ist erst einmal rein gar nichts falsch dran! Was bei den meisten von diesen Methoden und Techniken jedoch fehlt, ist der Blick auf dich selbst bzw. in dich hinein.

Und häufig wird durch diese Methoden vor allem die Seite (oder Energie) genährt, die wir ohnehin im Überfluss nutzen: der Verstand. Was häufig darauf folgt ist, dass man in einen Selbstoptimierungsstrudel hinein gerät, sich zu immer mehr Leistung antreibt und mit sich selbst unzufrieden wird, weil man eben doch nicht so perfekt “funktioniert”.

Meine eigene Lernschleife bei dem Thema

Im Kleinen durfte ich die Tage diesen Prozess auch wieder erfahren für mich. Auch wenn ich mich vor einigen Wochen dazu entschieden habe, noch intuitiver zu arbeiten als vorher, bin ich diese Woche wieder ein kleines Stück zurückgefallen in alte Muster.

Ich hatte den Impuls, meine Aktivitäten mehr zu strukturieren, weil ich durchaus gerne plane, organisiere, strategisiere und es liebe, einen Überblick über Dinge zu haben.

Auch das ist nicht per se falsch! Blöd ist es nur, wenn all das (wieder) dazu führt, dass ich Druck empfinde, mich unfrei fühle und das Gefühl habe, dass das überhaupt nicht zu mir passt.

Und genau das geschah diese Woche, als ich mich wieder in Planungs- und Strategie-Orgien verlor. Daraus folgte wiederum: Ich spürte Druck, ich war nicht ganz bei mir, unkonzentriert und dadurch… ja genau: wenig produktiv!

Ich kämpfte auch wieder damit, mir zu erlauben, etwas Anderes in meiner “Arbeitszeit” zu tun, als (vermeintlich) produktiv zu sein. Ein Thema, das in schon vielen Schleifen immer wieder bei mir auftaucht und bei dem ich offenbar immer wieder etwas zu lernen habe. 😉

Durch ein Coaching wurde mir klar, dass ich wieder in ein altes, wenn auch nicht mehr ganz so starkes, Muster gefallen war und dies eine erneute Erinnerung daran war, wirklich (!) aus meiner Intuition heraus zu agieren. Next level also!

Schon am nächsten Tag (der Tag, an dem ich diesen Artikel schreibe 😉) fokussierte ich mich wieder darauf, auf mein Inneres zu hören. Genau zu spüren, was an dem Tag ansteht. Und was sich zeigte war: Für die ersten Stunden des Tages stand nicht “Arbeit am Laptop” auf der inneren Agenda, sondern gammeln, Videos schauen, in Ruhe Tee trinken. 

Ich war müde, hatte schlecht geschlafen und brauchte unbedingt etwas Ruhe, um in den Tag gemütlich reinzufinden.

Und siehe da: Nach diesen ersten ruhigen Stunden kam meine Energie zurück, die Ideen sprudelten wieder und dann spürte ich: Jetzt ist es Zeit, diesen Artikel zu schreiben, zu dem ich gerade erst den Impuls erhalten hatte – wobei es genauso in Ordnung gewesen wäre, wenn ich den Rest des Tages wie die ersten Stunden verbracht hätte!

Warum das Streben nach Produktivität Blödsinn ist

Der Grund, warum Produktivität bzw. das absolute Streben danach, Blödsinn ist, ist, dass wir mit all den Techniken, die wir lernen können, nur das Ego (oder auch den Verstand, wenn das Wort “Ego” für dich nicht passt) bedienen. Das Ego sagt uns: “Du musst produktiv sein!” “Du hast doch nur diese paar Stunden zum Arbeiten, bis deine Familie wieder da ist – also mach was draus!” “Jetzt ausruhen? Aber du hast doch noch gar nichts geschafft!” Oder suche dir einen anderen Satz dieser Art heraus…

Natürlich ist es befriedigend, einen Punkt von der eigenen Aufgabenliste zu streichen und das erledigt zu haben. Die Frage ist nur: Mit welcher Energie erledigst du solche Aufgaben und wie fühlst du dich dabei?

Ja, es gibt Dinge im Business, die “müssen” wir machen (Buchhaltung, zum Beispiel). Aber auch dafür gibt es Lösungen, um dir die Arbeit so angenehm wie möglich zu machen oder so wenig wie möglich damit zu tun zu haben.

Ich würde mal sagen: Aufgaben dieser Art nehmen vielleicht 5-10% unserer eigentlichen Arbeitszeit in Anspruch (einfach nur eine Zahl aus dem Bauch heraus, ohne Belege dafür zu haben). Was ist also mit den anderen 90-95% unserer “Aufgaben”? Und was definierst du überhaupt als Aufgabe?

Ich erlebe immer wieder, dass als Aufgaben im Business vor allem die “harten” Bereiche verstanden werden: Marketing, Strategie, Akquise, Vertrieb etc. Selten oder auch nie stehen Aufgaben wie “Mich spüren”, “mir was Gutes tun”, “ausruhen” etc. auf der Liste. 

Warum? Weil wir von Klein auf beigebracht bekommen, dass wir nur dann etwas wert sind, wenn wir etwas leisten. Wenn wir “produktiv” sind, was auch immer das heißen soll. Denn wer sagt denn, dass ein ausgiebiger Spaziergang, ein Mittagsschlaf oder auch mal vor der Glotze abhängen und Netflix gucken nicht produktiv sind?

Wenn du diese Dinge bewusst (!), mit Freude und in einer schönen Energie tust, können sie sogar mehr zu deinem Erfolg im Business beitragen, als du es dir bislang vorstellen kannst.

Wie die Produktivität von alleine kommt

Wie viel schöner, als einen Punkt von der To-Do-Liste zu streichen, ist es, alles, was du tust, aus der Freude heraus zu tun? Wie viel schöner ist es, dich leicht und frei zu fühlen, weil du gerade genau das machst, wonach dir ist? Wie viel schöner ist es, in einer tollen Energie zu sein, inneren Frieden zu spüren und ganz genau zu wissen (mit dem Herzen und nicht mit dem Kopf), dass das, was du gerade tust, genau jetzt richtig ist?

Genau DANN kommt die Produktivität von ganz alleine und alle Techniken und Methoden, die du “da draußen” so lernen kannst, werden plötzlich überflüssig. Denn wenn du ganz mit dir selbst verbunden bist und aus deinem Inneren heraus agierst, kommst du automatisch in den Flow und die Dinge fließen nur so aus dir heraus.

Das ist es, was mit der viel beschworenen Leichtigkeit im Business gemeint ist – und das ist eigentlich dein ganz natürlicher Zustand! “Natürlich” deswegen, weil wir als Kind automatisch so handeln. Erst durch die Sozialisierung und viele viele von Außen aufgesetzte Regeln, Normen und Vorstellungen “verlieren” wir diesen natürlichen Zustand und werden zu rationalen und teils rigorosen Managern unserer Zeit, unseres Selbst, unseres Lebens.

Die gute Nachricht ist: Dieser natürliche Zustand ist nicht auf ewig verloren und du kannst ihn aus dir wieder hervorholen. Wie?

Indem du lernst, dir selbst und deiner Intuition zu vertrauen und nur auf das zu hören, was aus dir heraus entsteht. Oder besser: Es wirklich zu spüren!

Wenn du lernst, die Wünsche deiner Seele (oder wenn der Begriff für dich zu “abgehoben” scheint, nimmt gerne das Wort Intuition, Herz, Bauchgefühl oder was auch immer) wahrzunehmen und danach zu handeln, wirst du jeden Moment deines Lebens in purer Glückseligkeit verbringen.

2 Fragen für dich, um die Wünsche deiner Seele immer besser zu spüren

Wie so oft, ist auch das Spüren deiner Seele ein Prozess. Wenn du noch am Anfang stehst damit, dich besser zu spüren und Verbindung zu dir selbst aufzunehmen, wird es dir wahrscheinlich schwerer fallen, die Wünsche deiner Seele zu erkennen. Mit der Zeit wirst du aber immer besser darin werden.

Was dir dabei helfen kann, ist dir jeden Tag diese beiden Fragen zu stellen:

  • Was ist heute wirklich dran?
  • Wohin geht gerade meine Freude?

Ganz wichtig ist – und das habe ich durch meine Erfahrung diese Woche für mich gelernt – nicht aus einer bestehenden Liste an Aktivitäten oder To Dos auszuwählen und dich das zu fragen. Sondern es geht darum, wirklich zu spüren, worauf du gerade Lust hast, ganz frei aus dir heraus.

Denn sonst bist du wieder im Kopf und im Modus “Ich muss was schaffen” anstatt deiner Seele zuzuhören – und sie hat immer die Antwort für dich!

2 Stunden Schlaf zur Mittagszeit, weil du es gerade brauchst? Aber ja! Heute in den Wald statt an den Schreibtisch? Unbedingt! Alle Termine für den Rest des Tages absagen und Binge-Watching deiner Lieblingsserie machen? Absolut! Angebot 1 spontan beenden und stattdessen mit Angebot 2 rausgehen, weil es einfach stimmiger ist? Yessss!

Was außerdem hilft

Was dir außerdem immer hilft, dich mehr mit dir zu verbinden ist – wie könnte es anders sein, als dass ich das hier erwähne – Yoga! 😉 Durch Yoga lernst du eben genau das: Dich zu spüren, dich wahrzunehmen, deiner Intuition zu vertrauen und auf sie zu hören.

Denn durch Yoga schulst du deine Körperwahrnehmung und ermöglichst es dir selbst, tief in dich hineinzublicken und dein wahres Selbst zu entdecken. Und dieses ist pure Freude und pure Glückseligkeit, im Yoga Ananda” genannt. 

Wenn du es schaffst, dorthin vorzudringen und deinem wahren Selbst das Ruder deines Lebens zu übergeben bzw. dich ihm anzuvertrauen, bist du im natürlichen Fluss und dadurch von alleine produktiv. Und dann brauchst du auch keine Methoden und Techniken mehr, um dich, deine Zeit oder was auch immer zu managen (oder auch zu knechten…). Dann agierst du aus dir heraus, erfährst Leichtigkeit und Freude und der Erfolg stellt sich dadurch ebenso ein! 💖

Namasté – und immer schön OM! 🕉

Deine Claire

 

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