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“Frieden in mir. Frieden in der Welt.”

Das steht auf einer Postkarte, die ich im Sommer 2017 beim Besuch eines buddhistischen Zentrums in deren Shop geschenkt bekam. Ich glaube, es war kein Zufall! Denn später stellte sich heraus, dass meine persönliche Mission im Leben eben genau die für mehr inneren Frieden ist. Und es führte zu dem, was ich heute mache: Ich unterstütze erfolgreiche Online-Unternehmer*innen wie dich dabei, zu mehr innerer Ruhe, Kraft und Struktur zu finden.

Jetzt aber erstmal der Reihe nach…

Ich bin ein Eigenbrötler!

Schon als Kind war ich immer sehr bedacht darauf, dass es mir gut geht. Ich konnte mich sehr gut alleine beschäftigen und brauchte immer wieder die Möglichkeit, mich zurückzuziehen und ganz für mich zu sein. Leider wirkte es nach Außen oft so, dass ich nicht sozial eingestellt bin, weswegen ich vor allem bei solchen Ereignissen wie Klassenfahrten, bei denen man ja ständig aufeinander hockt, als eigenbrötlerisch eingestuft wurde. Es war zwar nicht immer leicht, das so zu leben, aber letztendlich musste ich an dieser Stelle “anecken”, damit ich nicht unter die Räder geriet. Nicht, dass es mir immer gelang, das so gelassen zu sehen und stringent durchzuziehen… Aber grundsätzlich achtete ich stets darauf, dass es mir gut ging, ich die Dinge machte, die mir wichtig waren und Dinge ließ, die mich belasteten.

Ein Schicksalsschlag, der mein Leben von Grund auf änderte

2004 sollte sich mein Leben dann plötzlich ändern und nie wieder so werden wie vorher. Im April 2004 erhielt mein Vater die Diagnose Prostatakrebs. Es war für ihn die 2. Krebserkrankung seines Lebens, das erste Mal war er gut 20 Jahre vorher an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Nur knapp drei Jahre später starb mein Vater an seiner Erkrankung und hinterließ in meinem Leben eine große Lücke, die bis heute geblieben ist.

Auch wenn dieser Schicksalsschlag sehr heftig für mich war, so hatte er dennoch seine positiven Seiten. Wie so oft, sieht man diese ja erst mit einem gewissen Abstand im Leben… Denn sein Tod lehrte mich eine sehr wichtige Lektion: Ich wollte unter keinen Umständen so zugrunde gehen wie er! Mein Vater war sein Leben lang Unternehmer gewesen und hatte sich sehr häufig extrem verausgabt. Es fing bei ihm an, dass er von seinen Eltern gedrängt wurde, in deren Unternehmen mitzuarbeiten, ging über Phasen, in denen er seine 60, 70 oder 80 Stunden pro Woche abriss und endete mit einer totalen Überforderung, zwei Unternehmen zu führen, für die er nicht mehr brannte. Er hat selten gut für sich selbst gesorgt, hat regelmäßig seine Grenzen gesprengt und ich bin bis heute der Überzeugung, dass diese Krebserkrankung, an der er letztendlich verstarb, die Folge eines Lebens mit zu wenig Fürsorge für sich selbst war.

Und ich schwor mir damals: Ich will niemals so enden!

Und doch verausgabte auch ich mich…

Trotz dieses Vorhabens fiel es auch mir nicht immer leicht, gut für mich zu sorgen. Vor allem, als meine Kinder im Oktober 2012 geboren wurden, stand das Thema Selbstfürsorge erst einmal nicht auf der Agenda, bzw. nur rudimentär. Ganz ohne eigene Auszeiten ging es nicht, aber es war einfach nicht mehr so intensiv möglich wie vorher und wie ich es gebraucht hätte. Das und ein paar andere Dinge führten schließlich dazu, dass ich langsam in einen Mama-Burnout rutschte, aus dem ich schließlich 2014 mit Hilfe einer Therapie wieder herausfand. In dieser Therapie lernte ich, mich wieder wichtiger zu nehmen und mehr für mich einzustehen.

Und dann kam die nächste herausfordernde Phase: Ich machte mich Anfang 2016 selbstständig als Facebook-Marketing-Beraterin. Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens und ich kann mir nach wie vor keine andere Art zu arbeiten für mich vorstellen. Aber Unternehmerin sein bedeutet auch, vor ganz neuen Herausforderungen zu stehen, u.a. auch die der Verausgabung und Überforderung. Auch mir gelang es einige Male nicht, gut für mich zu sorgen, so dass ich kurzfristig die Notbremse ziehen und mir spontan eine Auszeit von mehreren Tagen oder Wochen nehmen musste, um wieder Kraft zu tanken.

Die Veränderung in mir

Was sicher auch dazu beigetragen hat, mich gestresst, überfordert und erschöpft zu fühlen, war der Verlust meines “Why” im Business. Ich hatte mich 2016 mit Social Media/Online-Marketing selbstständig gemacht, weil ich das studiert hatte und zu der Zeit vollkommen darin aufging. Mit der Zeit änderte sich das aber und mir wurde zunehmend langweilig mit dem, was ich tat. Nicht nur das: Ich verlor zunehmend den Sinn dahinter und fragte mich immer häufiger, “wozu man diesen Sch… eigentlich braucht und wer das überhaupt kaufen soll”.

Einer der wichtigsten Gründe, weswegen ich auf einmal alles in Frage stellte, war meine Yogalehrerausbildung, die ich im März 2017 anfing. Ich hatte schon ein paar Jahre Yoga gemacht und spürte zunehmend den Drang, tiefer in das Thema einzusteigen. Irgendwann kam dann die Initialzündung und ich meldete mich für eine 2-jährige Yogalehrerausbildung in meiner Heimatstadt Köln an. Und dann begann die Veränderung…

Ich rede in diesem Zusammenhang immer gerne vom “inneren Tetris”, bei dem sich mein Inneres und die einzelnen Bausteine meines Lebens und meiner Persönlichkeit noch einmal völlig neu zusammensetzten. Denn plötzlich wurden ganz andere Dinge für mich wichtig, als anderen Unternehmer*innen zu erklären, auf welchen Button sie bei Facebook klicken müssen, um dies oder jenes zu machen. Wenn ich es auf einen Begriff zusammendampfen würde, was auf einmal für mich wichtig wurde, wäre es “innerer Frieden”. Mir wurde es immer wichtiger, mir selber und anderen inneren Frieden zu schenken. Denn ich bin der Meinung, dass wir nur dann ein profitables Business und zufriedene Kunden haben können, wenn wir selber innere Ruhe, Frieden und Kraft in uns haben. Und nur dann ist eine echte Veränderung in der Welt möglich (ja, ich bin eine verdammte Weltverbesserin! 😉 ).

Ein weiterer wichtiger Faktor in meiner Veränderung waren meine eigenen häufigen Berührungspunkte mit dem Thema Selbstfürsorge. Denn wie schon erwähnt, überspannte auch ich den Bogen gerne mal, nahm mir wenig Auszeiten und strampelte mich teilweise heftig in meinem selbstgebauten Hamsterrad ab. Im Sommer 2017 begann ich, mit dem Business-Coach Shailia Stephens zu arbeiten, von der ein Satz stammt, der eine enorme Wirkung auf mich hatte. Sie sagte mir irgendwann mal, als ich in einem Coaching “darauf bestand”, mir keine Auszeiten erlauben zu können: “Du bist die wichtigste Ressource in deinem Business!”. Ein Satz, der bis heute tief in mein Bewusstsein eingebrannt ist und für einen großen Bewusstseinswandel bei mir gesorgt hat! Denn danach begann ich, mir immer mehr Freiräume und Auszeiten zu schaffen, in denen ich Kraft tanken konnte, um kreativ zu bleiben, für meine Kunden da zu sein und mehr in meiner Mitte zu sein.

Ich lerne immer weiter

Inzwischen sind regelmäßige Auszeiten für mich zu einem festen Bestandteil meines Business geworden und ich kann mir mein Business gar nicht mehr ohne sie vorstellen. Außerdem habe ich einige für mich förderliche Routinen entwickelt und habe inzwischen sehr feine Sensoren dafür, wenn mir etwas zu viel wird bzw. wenn es mal wieder Zeit wird, einen Gang zurück zu schalten.

Natürlich bin auch ich immer noch Lernende und alles andere als perfekt! Sprich: Auch ich verfalle immer mal wieder in die Gedankenschleifen à la “Ich kann doch jetzt keine Pause machen”, “Es ist gerade so viel zu tun. Ich muss jetzt die Zähne zusammenbeißen und durchziehen!” oder auch “Ich kann doch jetzt nicht nein zu dem Kunden sagen. Ich brauche schließlich das Geld!”. Ich denke sogar, dass ich in diesem Bereich nie wirklich fertig sein werde mit Lernen und mit dem immer wieder neuen Ausloten von Grenzen. Aber was ich ganz klar gelernt habe, ist, meine Grenzen besser zu spüren und rechtzeitig zu handeln. Und mich selber an erste Stelle zu stellen. Denn nur, wenn es mir gut geht, kann ich auch für andere da sein!

Insofern: Ich arbeite stetig daran, viel für meine eigene Selbstfürsorge zu tun und möchte dich als Online-Unternehmer*in gerne dabei unterstützen, dass du auch zu mehr innerer Ruhe, Kraft und Struktur findest. 

Die Postkarte, von der ich ganz oben auf der Seite erzählt habe, hängt übrigens noch heute an meiner Pinnwand im Büro und erinnert mich jeden Tag an meine ganz persönliche Mission, anderen Menschen inneren Frieden zu schenken. In diesem Sinne: Om Shanti! (Om = Klang für absolutes Harmonieempfinden, Shanti = Frieden)