5 Tage Workation in der Eifel - Das habe ich für mich mitgenommen

5 Tage Workation in der Eifel: Das habe ich für mich mitgenommen

 
Beitrag als Podcast

 

Vor kurzem habe ich eine Workation ganz alleine für mich gemacht. Workation? Das ist eine Mischung aus Arbeit (im Englischen “Work”) und Urlaub (= “Vacation” auf Englisch). Workation ist also eine Mischung aus Arbeit und Urlaub.

Ich selber habe fünf Tage alleine in einer Ferienwohnung in der Eifel verbracht und mir meine eigene Workation dadurch gestaltet. Mein Ziel: Ich wollte einfach mal für kurze Zeit ganz nach meinem eigenen Rhythmus leben, ohne die im Alltag üblichen Einschränkungen oder zeitlichen Begrenzungen, die ich zwangsweise u.a. dadurch habe, dass ich Kinder habe. Nun möchte ich dir gerne einen Überblick geben, wie die Idee überhaupt entstanden ist, was ich in der Woche gemacht habe und was ich daraus für mich mitgenommen habe. Damit möchte ich dich inspirieren, so was für dich vielleicht auch mal auszuprobieren.

Wie ist diese Idee überhaupt entstanden?

Die Idee ist aus meiner Neuseelandreise hervorgegangen. Kurz nachdem ich zurückgekommen war, habe ich das Leben nach dem eigenen Rhythmus schon sehr schnell vermisst. Wir hatten als Familie nach wenigen Wochen schon einen ganz eigenen Rhythmus und wir konnten jeden Tag ausschlafen und hatten wenig Termine. Wir hatten viel Freiheit zu entscheiden, was wir machen wollen und das habe ich sehr schnell vermisst.

Zusätzlich hat die Neuseelandreise meinen Freiheitswert, der ohnehin schon sehr stark ist, sehr befeuert. Ich fühlte mich sehr schnell hier wieder eingeengt in Deutschland und durch diese ganzen Begrenzungen eben sehr eingeschränkt. Außerdem bin ich jemand, der sehr viel Zeit für sich braucht, weswegen ich mich auch entschieden hatte, die Workation alleine zu machen.

Um es ein bisschen einfacher zu machen und auch familiär besser hinzubekommen, habe ich meine Workation in der Woche geplant, in der meine Kinder mal bei meiner Mutter waren.

Was habe ich in der Workation gemacht?

Am Sonntag bin ich erst einmal nach Gerolstein gefahren. Ich bin die Strecke vom Auszeit-Wandertag abgelaufen, der ja ein paar Tage später stattgefunden hat. Nach der Wanderung habe ich dann in der Ferienwohnung eingecheckt.

Freitag Morgen bin ich dann von dort zum Auszeit-Wandertag gefahren, da die Ferienwohnung war nur zehn Minuten vom Startpunkt der Wanderung entfernt war und abends bin ich dann wieder nach Hause gefahren.

In den Tagen zwischen Sonntag und Freitag habe ich mich tatsächlich weitgehend treiben lassen. Es war ja mein Wunsch oder mein Ziel, ganz im Flow zu sein und spontan zu entscheiden, worauf ich Lust habe und das ist mir auch weitgehend gelungen.

Ich hatte nur einen festen Termin bzw. eigentlich zwei feste Termine für ein Gespräch in die Woche gelegt und mir ansonsten den Kalender freigehalten. Den anderen Termin habe ich dann aber noch spontan abgesagt. Es war ja auch Sinn der Sache, dass ich mir keine (oder nur ganz wenige) Termine reinlege, um möglichst flexibel und frei zu sein und mich ganz dem eigenen Rhythmus hingeben zu können.

Ich habe jeden Tag ausgeschlafen, das war mir so ziemlich das Wichtigste. Ich habe viel Yoga gemacht, also mindestens einmal pro Tag (an manchen Tagen sogar zwei Mal) oder alternativ habe ich meditiert. Ich bin mehrmals spazieren beziehungsweise wandern gegangen, ich hab mir mehrere Filme angeguckt und viel gelesen.

Und ich habe natürlich auch gearbeitet. Ich hatte durchaus ein paar Dinge auf meiner To-do-Liste und wollte auch so viel wie möglich davon schaffen. Aber es hat sich auch herausgestellt: Es waren nicht so ganz die richtigen Aufgaben. Dazu komme ich aber ich aber gleich noch.

Was habe ich für mich mitgenommen?

Die Woche in der Eifel hat mir insgesamt richtig gut getan. Ich hab einiges für mich mitgenommen und spannenderweise sind das zum größten Teil keine neuen Erkenntnisse für mich, sondern sie bestätigen vor allem mein “So sein”, meine Persönlichkeit. Ich finde es sehr spannend, dass gar nicht so viel Neues rausgekommen ist, sondern einfach nur eine Bestätigung dessen, was ich schon wusste und was ich jetzt natürlich noch weiter versuchen kann auszubauen oder in meinen Alltag noch mehr zu integrieren. Das sind also die Dinge, die ich für mich mitgenommen habe:

#1: Ich habe eine sehr starke Verbundenheit mit der Natur erlebt.

Ja ich bin ein Natur-Freak. 😉 Das ist einfach so und in den letzten Jahren ist es immer offensichtlicher geworden, dass ich mich im Grünen am wohlsten fühle. Und das ist auch einer der Gründe, weswegen ich am Stadtrand von Köln lebe und nicht in der Innenstadt und ich mich außerdem immer jeden Tag sehr darüber freue, “meinen” Wald hinterm Haus zu sehen und dort spazieren gehen zu können. Ich finde es ganz toll, dass unser Grundstück direkt an ein Naturschutzgebiet mit einem wunderschönen Wald grenzt, ich da direkt drauf schaue und dann auch dort spazieren gehen kann.

Die Ferienwohnung lag ebenfalls direkt am Waldrand in einem kleinen Dorf und es war insgesamt recht ruhig dort. Bei den Wanderungen und Spaziergängen, die ich da gemacht habe, habe ich sehr viel Freude und Ehrfurcht vor der Natur empfunden. Ich hatte das Gefühl, eins mit der Natur zu sein und Teil eines großen Ganzen. Es ist wirklich so ein Gefühl, was bei mir in der Natur sehr leicht entsteht. Dadurch, dass ich Yoga mache und generell sehr feinfühlig bin, nehme ich solche magischen Momente inzwischen sehr häufig und auch intensiv wahr. Es ist ein wundervolles Gefühl, in diese Größe, Schönheit und Magie des Lebens und der Natur einzutauchen und sie tief in mir zu spüren. Das ist ein Gefühl, was ich für mich mitnehme und was ich hier zum Glück auch sehr leicht leben kann durch den Wald hinter unserem Haus.

#2: Ich brauche Distanz, um andere Blickwinkel zulassen zu können.

Ich bin jemand, der gerne reist, viel Zeit für sich braucht und der auch immer wieder sehr viel Wert legt auf räumliche Distanz. Ich habe das oft mit Freunden oder auch mit meiner Familie, dass ich räumliche Distanz brauche, um mich dann wieder nahe fühlen zu können und mich zu “sortieren”. Ich brauche aber auch im Business die räumliche Distanz manchmal, um andere Gedanken aufkommen lassen zu können oder Ideen zu finden.

Deswegen liebe ich unter anderem das Reisen, gehe auch nahezu täglich spazieren, weil das alleine schon als räumliche Distanz manchmal ausreicht, um neue Ideen zu bekommen. Aber wenn ich die ganze Zeit nur in meinem kleinen Büro im Haus bin, ist das eher schwierig für mich.

Von daher ist das etwas, was mich bestätigt, das auch weiterhin zu tun oder es vielleicht sogar auszubauen und noch mehr davon zu machen.

#3: 5 Tage waren ausreichend für mich!

Es war tatsächlich so, dass ich mich zwischendurch auch mal ein bisschen einsam gefühlt habe. Es war nicht alles eitel Sonnenschein und ich war auch nicht fünf Tage ununterbrochen happy. Gleichzeitig war da aber das Bewusstsein “Das sind ja eh nur ein paar Tage und ich genieße das jetzt durchaus.” Das habe ich auch weitgehend geschafft.

Ich habe außerdem gemerkt, dass diese fünf Tage ausgereicht haben, um mir dieses Gefühl von Freiheit und das Gefühl, meinen eigenen Rhythmus leben zu können, wiederzugeben. Nach den 5 Tagen habe ich auch meinen Mann und meine Kinder wieder sehr vermisst und war dann auch froh, wieder zu Hause zu sein.

Für zukünftige Workations weiß ich also jetzt, dass 5-7 Tage eine gute Dauer ist, um Distanz zu gewinnen, wieder ein bisschen mehr zu mir zu kommen und im freien Fluss zu arbeiten und zu leben.

#4: Meine nächste Workation möchte ich für strategische Arbeit nutzen.

In meiner Workation habe ich dieses Mal sehr viel Operatives gemacht und hatte auch relativ viele Punkte auf meiner To-do-Liste. Schon während ich daran arbeitete, habe ich gemerkt, dass mich das gestört hat.

Ich habe daher vor, Workations zukünftig mehr dafür zu nutzen, um strategisch zu arbeiten. Denn da kommt wieder das mit der räumlichen Distanz rein: Durch die räumliche Distanz werden bei mir einfach noch einmal ganz neue Ideen kreiert. Und wenn ich die dann diesen Effekt nicht so gut nutzen kann, weil ich zu viel im Operativen hänge, ist das natürlich vergebenes Potenzial.

#5: Ich habe eine enge Verbundenheit mit mir selbst gespürt.

Das heißt nicht, dass ich mich im Alltag vollständig vollständig verliere. Aber ich merke schon, ich war in dieser Woche wesentlich näher an mir selbst dran und mit mir viel verbundener, als ich es hier zuhause bin.

Daher habe ich mir selber als Hausaufgabe mitgenommen, mir anzuschauen, wie ich mehr Verbundenheit mit mir selber in meinen Alltag bringen kann.

#6: Ich möchte noch mehr Yoga und Meditation in meinen Alltag bringen.

Das viele Yoga machen und Meditieren war sicher ein Faktor dafür, die Verbundenheit mit mir intensiver herzustellen.

Ich habe gemerkt, wie gut mir das getan hat mehrfach in der Woche, also mehr als ich es hier zuhause schon mache, Yoga zu praktizieren oder zu meditieren. Das möchte ich noch mehr hier zuhause machen und vor allen Dingen im Hinblick auf Punkt 5 und auch im Hinblick auf mein entdecktes Schlafproblem, auf das ich jetzt zu sprechen komme.

#7: Mein eigentlicher Biorhythmus hat sich wieder deutlich gezeigt, aber leider ist er im Alltag nicht lebbar für mich.

Ich bin jemand, der sehr viel Schlaf braucht, etwa neun Stunden. Ich kann auch mit acht leben, aber das müssen “gute” acht Stunden sein. Es hängt bei mir auch sehr von der Uhrzeit ab, wann ich aufstehe. Um 4 Uhr morgens aufstehen und acht Stunden geschlafen haben, ist bei mir nicht das Gleiche wie um 8 Uhr morgens aufstehen und acht Stunden geschlafen haben.

Das hat sich noch einmal sehr stark gezeigt, denn in der Workation bin ich ins Bett gegangen, wenn ich müde war und ich habe so lange geschlafen, bis ich von alleine aufgewacht bin. Dadurch hat sich gezeigt, dass meine ideale Uhrzeit zum Schlafengehen so zwischen 22 und 23 Uhr liegt und dass ich dann so ungefähr bis acht Uhr schlafe.

Das Problem ist, dass das im Alltag für mich nicht lebbar ist. Es ist einfach so. Ich habe zwei Kinder, die spätestens um 7 Uhr wach sind und die jetzt auch in die Schule kommen. Dann müssen sie zu einer bestimmten Uhrzeit aus dem Haus sein, so dass es nicht möglich ist für mich, bis 8 Uhr zu schlafen. Ich kann ein bisschen meinen Schlaf am Wochenende nachholen, aber ich merke immer wieder, dass mir das unter der Woche trotzdem das Genick bricht.

Das ist einfach eine eine Sache, für ich die ich für mich noch keine Lösung gefunden habe, wie ich das besser gestalten kann. Vielleicht geht es dabei auch einfach “nur” um das Thema Akzeptanz, also dass ich lernen muss zu akzeptieren, dass ich meinen Rhythmus nicht leben kann im normalen Alltag und dass ich oft müde sein werde.

Ich habe mir jetzt dennoch vorgenommen, abends vor dem Schlafengehen noch einmal eine kleine Meditationseinheit einzulegen, in der Hoffnung, dass mir das den Übergang zum Schlaf vereinfacht, mich leichter einschlafen und auch besser durchschlafen lässt. Ich bin gespannt, ob mir das gelingen wird.

#8: Ich habe meine Vision für mein zukünftiges Büro mitgenommen.

Ich habe mich sehr wohl gefühlt in meiner Ferienwohnung und es war eine der wenigen Ferienwohnungen, in denen ich bisher war, die genauso aussah wie auf den Bildern im Internet. Sie war wirklich sehr schön! Daraus ist die Vision für mein eigenes Büro entstanden. Denn ungefähr so, wie es in meiner Ferienwohnung ausgesehen hat, stelle ich mir mein perfektes Büro vor. Zwar ein bisschen kleiner, aber vom Grundsatz her wünsche ich mir für mich ein solches Büro hier bei mir in der Nähe vom meinem Zuhause.

Daraus ist also die Vision entstanden, dass mein Büro irgendwann mal so aussehen soll. Ich habe also jetzt etwas, auf das ich hinarbeiten kann. Ich werde mir noch die Bilder von der Ferienwohnung aus dem Internet ausdrucken und sichtbar hin hängen, so dass ich diese Vision immer vor Augen habe.

Das empfinde ich als etwas sehr Schönes, was ich mitnehme, denn ich allein die Vorstellung, dass vielleicht mein Büro irgendwann so aussehen könnte, befriedigt mich schon sehr und macht mich sehr glücklich.

Fazit

Insgesamt ist es mir leicht gefallen, meinen Bedürfnissen und Interessen zu folgen. Ich habe mich wirklich weitgehend leiten lassen und im Großen und Ganzen ist mir das ganz gut gelungen. Das hat auch sicher damit zu tun, dass ich inzwischen einen sehr guten Zugang zu mir selbst habe durch Yoga und Meditation.

Ich fühle mich oder fühlte mich grundsätzlich erholt. Aber es gab dennoch einen schnellen “Rückfall” in den normalen Alltag, vor allem durch das “Schlafproblem” und die noch ausstehende Lösung. Da schaue ich einfach mal, wie sich das in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt.

Für mich hat sich auf jeden Fall herausgestellt, dass ich das unbedingt regelmäßig machen, aber eben mit mehr strategischer Arbeit füllen möchte. Das ist mein fest anvisiertes Ziel für meine nächste Workation in 2020.

Wenn dich das jetzt inspiriert hat, deine eigene Workation zu planen, freue dich schon mal auf nächste Woche. Dann werde ich dir ein paar Fragen mit an die Hand geben, die du dir stellen solltest, um deine eigene Workation zu planen.

 

Hast du schon mal eine Workation gemacht? Was hast du daraus für dich mitgenommen? Falls du noch keine gemacht hast: Planst du eine eigene Workation? Wenn ja, wie soll sie für dich idealerweise aussehen? Schreibe mir einen Kommentar und ich werde dir auf jeden Fall darauf antworten!

 

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Liebe Grüße – und immer schön OM! 🕉

Deine Claire

 

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Kommentare

  1. Pingback: Deine eigene Workation planen: Diese 7 Fragen solltest du dir stellen - Mehr OM im Online-Business

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